Kilwa

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Die Stadt Kilwa besteht aus drei Teilen: Kilwa Kivinje, Kilwa Masoko und Kilwa Kisiwani mit Songo Mnara und Sanje Ya Kiti.

Kilwa Masoko ist, aus historischer Sicht, der am wenigsten interessante Ort. Sie ist die heute die modernste Stadt von allen, ist sie doch Heimstatt für alle Möglichkeiten und Angebote einer modernen Stadt. Die anderen werden aufgesucht um die historischen Städten zu besichtigen.

Kilwa Kivinje war im 19. Jahrhundert ein arabisches Zentrum des Sklaven- und Elfenbeinhandels, von wo Karawanen in das Innere Afrikas aufbrachen. Am Ende des 19. Jahrhunderts, dem Ende des arabischen Einflusses im Osten von Afrika, bauten hier die deutschen Kolonisten ein Fort und erweiterten die Stadt.

Aus deutscher Zeit kann man noch eine Markthalle, das deutsche Fort mit einer Kanone aus dem 1. Weltkrieg und zwei Gedenksäulen, eine für die Toten der Stämme des Maji Maji Krieges zwischen den Stämmen des südlichen Tansania und der Deutschen Kolonialverwaltung und die andere für zwei, in diesem Krieg, getötete deutsche Händler, finden.

Das Bild links wurde um 1920 bis 1930 gemacht von Bill Harvey einem Wildhüter in dem Kilwa und Selous Reservat gebiet. Das Bild rechts wurde 2004 gemacht.

In Kilwa Kisiwani findet man die größte Ansammlung von historischen Ruinen. Unmittelbar am Nordstrand findet man das „Omani Fort“, welches im frühen 19. Jahrhundert auf den Fundamenten des alten portugiesischen Forts erbaut wurde und wo noch die Überreste einer hölzernen Tür zu finden sind.

Die große Moschee ist aus dem 12. Jahrhundert. Sie wurde bis zum 15. Jahrhundert weiter ausgebaut. Sie war damals die größte Moschee in Ost – Afrika.

Das große Haus direkt südlich der Moschee gehörte einst höchst wahrscheinlich zum Gebäudekomplex des Sultanspalastes. In ihm befinden sich vier Gräber, eines von ihnen wird dem Sultan zugeschrieben.

Die kleine Moschee aus dem 15. Jahrhundert ist das best erhaltenste Gebäude der Insel und wird noch heute genutzt.

Der große Komplex der Mauern im Westen der Insel wird „Makutani“ ( in der großen Mauer) genannt. In der Mitte befindet sich ein Palast aus dem 18. Jahrhundert. Südlich davon ist ein weiterer Sultanspalast mit einer Moschee aus dem 15. Jahrhundert.

Alle Wege führen in den Osten der Insel. Dort befinden sich die Fundamente des „Husuni Kubwa“, einst das größte Gebäude im tropischen Afrika.

Songo Mnarna, eine weitere Insel mit Häusern und Moscheen aus dem 14. bis 15. Jahrhunderts. Bei einigen kann man noch hohe Mauern und Teile ihrer Dächer sehen.

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25/01/08